About OOK (Autor)

Dass Otto Kurbjuweit alias OOK der Chefredakteur des Anlagen Design Journals ist und der Autor einiger bei edition jaffa erschienener Bücher, ist kein Geheimnis. Aber weder ist das ADJ seine erste Modellbahnzeitschrift, noch sind die genannten Bücher seine Erstlingswerke. Schließlich ist er ja schon im Rentenalter und hatte genügend Zeit, allerlei Eisenbahniges und Modellbahniges zu verfassen.

 

Das Foto links entstand 2022 in der Fahrzeughalle der Selfkantbahn.

 

Ganz klein angefangen: Fünf Zeilen im Model Railroader

Seit dem achtzehnten Lebensjahr war OOK Abonnent des Model Railroader, in dem seinerzeit wiederholt aufgerufen wurde: "Send a kink, earn two $."  Er war schon neunzehn, als er seinen "kink" via Air Mail nach Wilwaukee schickte. Darin schrieb er, dass er die Bohr, Feil- und Sägespäne, die beim Basteln mit Polystyrolplatten abfielen, in einem kleinen Gläschen sammelte und etwas Waschbenzin drüber goss. Nach einigen Tagen hatte sich eine "putty like"-Masse gebildet, mit der man kleine Löcher, Stufen und Ungenauigkeiten bei Modellen aus Polystyrol verspachteln konnte.

Der MR druckte den kink tatsächlich in fünf mageren Zeilen und schickte einen Scheck über 2$. Das war der fulminante Start von OOKs Karriere als „Modellbahnpublizist“.

Sein erstes Blatt

Im Jahre 1965, mitten im Studium, erfuhr er von der Gründung des Deutschen Eisenbahn-Vereins, der eine meterspurige Museumsbahn in Deutschland etablieren wollte, und trat sofort bei: Mitgliednummer 11. Eineinhalb Jahre später war er Redakteur des DEV-KURIER, der Vereinszeitschrift, die sich unter seiner Ägide von hektographierten Einzelblättern zu einer richtigen im Offsetdruck hergestellten Zeitschrift im A4-Format mauserte.

Nach rund vier Jahren gab OOK die Redaktion an seinen Nachfolger ab, weil er eine Ausbildung zum Heizer und Dampflokführer angefangen hatte; bei einer anderen Museumsbahn. Einige Zeit später wurde die Zeitschrift in Die Museums-Eisenbahn umbenannt, die es heute noch gibt.

 

FREMO-Gründung und das zweite Blatt

Ende der Siebziger blies OOK zum Sammeln und gründete dann mit eine paar Freunden den FREMO und übernahm auch gleich die Redaktion der Vereinszeitschrift, der er den Namen Hp1 Modellbahn gab. Ein Knick in seiner Biographie führte schon nach wenigen Jahren dazu, dass er auch dieses Blatt in jüngere Hände geben musste. Die Zeitschrift existiert aber noch heute als Organ des FREMO. (Das Hp 1 von Willy Kosak hatte hiermit nichts zu tun.)

 

Das dritte Blatt, aber nicht allein

Das Fachblatt für Schmalspurmodellbahn MITTELPUFFER gründete OOK zusammen mit Herbert Fackeldey als Co-Redakteur. Von Herbst 1993 bis Herbst 2006 brachten sie immerhin achtundvierzig Ausgaben heraus. Das war OOKs erste nicht an einen Verein gebundene Zeitschrift, die ihre Leser auf dem freien Markt finden musste. Das lief aber ziemlich gut, denn die Schmalspurszene hatte schon lange auf ein richtiges Fachblatt gewartet. Der MITTELPUFFER wurde nicht weitergeführt, aber Herbert Fackeldey hat ein paar Jahre später eine eigene Zeitschrift gegründet: Schmale Spuren.

 

Der FERROOK-ARIL-Verlag in Bremen

Noch während des Bestehens des MITTELPUFFER hat OOK im eigenen FERROOK-ARIL-Verlag einige Bücher herausgegeben.

Buch über Jan Reiners

 

Da der Verlag in Bremen ansässig war, war es fast selbstverständlich, dass eine Dokumentation über die Kleinbahn Bremen - Tarmstedt herausgebracht wurde. Diese hieß im Volksmund Jan Reiners. Zwar gab es bereits ein Buch über Jan Reiners, aber es war klein, schwarz-weiß und enthielt keine Fahrzeugzeichnungen. OOKs Sohn (OK-KUNST) zeichnete alle Lokomotiven und fast alle Wagen als farbige technische Zeichnung, OOK zeichnete einige Gebäude und Karten, so dass eine prächtige Dokumentation dieser wenig bekannten Meterspurbahn entstand.

Das Buch ist verlagsseitig vergriffen, aber einige Versandhändler haben noch Restbestände.

 

OOKs Leib- und Magenthema: Harzer Schmalspur

OOK hat seine Jugend im (West)Harz verbracht, hat 1975 noch zu DDR-Zeiten die Harzquerbahn kennengelernt und war seitdem ein glühender Anhänger der Harzer Meterspurbahnen. Über die gab es schon dicke Dokumentationen, die waren aber noch in der DDR erschienen. Auch sie mussten ohne Farbbilder auskommen. Wenn auch viele dachten, dass in diesen drei Wälzern alles über die Harzer Meterspurbahnen gesagt war, konnte OOK bei eigenen Forschungen und intensiver Archivarbeit noch diverse neue Fakten und Bilder zusammentragen, die einen solchen Band mit vielen Farbaufnahmen sinnvoll erscheinen ließen.

 

Lokschuppen, Güterschuppen, Bahnhofsgebäude, Lagerhäuser und mehr

Das Buch Hochbauten an Klein- und Schmalspurbahnen stellte dreizehn Objekte vor, von denen alle bis auf zwei an Schmalspurbahnen gestanden hatten. Die Zeichnungen im Maßstab 1:45 übertrafen alles, was bis dahin in dieser Art publiziert worden war, weil jedes kleine Detail, jeder einzelne Backstein und jeder Beschlag genau wiedergegeben war.  HKS, wie das Buch abgekürzt hieß, was der Bestseller des Ferrook-Aril-Verlages und recht schnell vergriffen. Es ist heute noch stark nachgesucht.

Bei Einstellung des Verlages im Jahre 2008 gab es von den ersten beiden Titeln noch Restbestände, zum Beispiel mehrere Hundert Exemplare von Harzer Schmalspur Spezialitäten. Da der MITTELPUFFER zwei Jahre vorher eingestellt worden war, hatte der Verlag keine eigene Werbemöglichkeit mehr und der Absatz der Bücher stagnierte. Glücklicherweise übernahm Verlagsgruppe Bahn in Fürstenfeldbrück den gesamten Restbestand an den HSS-Büchern. Und verkaufte sie innerhalb weniger Wochen.

 

Die große Zeit mit Verlagsgruppe Bahn in Fürstenfeldbruck

Kurz nach dem blitzschnellen Abverkauf der Harzbücher erhielt OOK einen Anruf von Verlagsleiter Thomas Hilge, ob er nicht einen zweiten Band verfassen könne. Das war natürlich eine tolle Chance. Gewiss hatte OOK noch Material übrig, aber für einen kompletten Band II würde es wohl nicht reichen. Na gut, irgendwie würde er das restliche Material beschaffen, OOK sagte nassforsch zu, erbat sich aber einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren. Thomas Hilge war einverstanden.

Zu jener Zeit hatte OOK aber ein Modelleisenbahnbuch fast fertig geschrieben, das eigentlich noch im Ferrook-Aril-Verlag hätte erscheinen sollen. Ein anderer Fachverlag, dem er den Titel anbot, lehnte ab. Also fragte er Thomas Hilge. Die Intermodellbau in Dortmund stand vor der Tür, man verabredete sich zu einem Gespräch am Rande der Messe. OOK zeigte sein dreiviertelfertiges Manuskript. Hilge nahm es nach kurzem Durchblättern an sich, um es während der Heimfahrt im Zug zu studieren. Wenige Tage später schickte er den Vertragsentwurf.

Es sollte ein Buch über Anlagenplanung werden, aber ein ganz spezielles. Anlagenplanungsbücher gab es auch damals schon in Hülle und Fülle, auch bei VGB, aber OOK hatte etwas anderes im Schilde, als das, was die bisherigen Bücher brachten. Der Titel Anlagen-Planung bekam daher einen Zusatz: für vorbildgerechten Modellbahn-Betrieb.

In diesem Buch wollte OOK seine ganze modellbahnerische Denke, die viel auf dem jahrzehntelangen Studium des Model Railroader beruhte und vom deutschen mainstream erheblich abwich, ausdrücken.

Nach dem Ja-Wort des Verlages war noch Etliches an Feinarbeit angesagt, aber wenige Monate später konnte der Titel unter dem Imprint des MIBA-Verlages bei VGB erscheinen.

 

Erfolgreich, aber polarisierend

Das Buch verkaufte sich, auch Dank intensiver Bewerbung in den Zeitschriften von VGB, von Anfang an gut und wirbelte einigen Staub auf.

Für viele Leser war das doch etwas ungewohnte Kost, so hatte man Modellbahn eigentlich noch nie betrachtet. Ein irritierter Leser schrieb an den Verlag: "Was bildet sich dieser Mensch eigentlich ein?" und drückte den Wunsch aus, diesem OOK mal irgendwo persönlich zu begegnen, damit er ihn mal schütteln und ihm ordentlich die Meinung sagen könne.

Ein Professor sprach OOK während einer Modellbahn-Messe an und sagte: "Ich bin ihr Schüler." Das Buch habe seine ganze modellbahnerische Denke völlig auf den Kopf gestellt. (Er ist heute Leiter des ADJ-Lektorats.)

 

„Das Blaue Buch“

Diesen Spitznamen hatte das Buch in Modellbahnerkreisen schnell erlangt, und so wird es noch heute benannt. Der Verlag bezeichnete es in seiner Werbung alsbald als „Grundlagenwerk“. Das Buch ist seit vielen Jahren vergriffen.

 

Während sich das Blaue Buch verkaufte wie geschnitten Brot, unternahm OOK weitere Forschungsreisen für den zweiten Band der Harzer Schmalspur-Spezialitäten. Wernigerode, Dessau, Braunlage, Walkenried und Nordhausen ware neben den Plätzen an den bestehenden und ehemaligen Harzbahnstrecken die wiederholten Ziele. Und irgendwann war es so weit, HSS II konnte bei VGB erscheinen.

 

Harzer Schmalspur-Spezialitäten II

 

VGB konnte natürlich mehr investieren als es OOK in seinem eigenen kleinen Ferrook-Aril-Verlag hatte tun können, und so wurde es ein prächtiger Band mit zahllosen Farbfotos, Fahrzeugzeichnungen und historischen Dokumenten und verkaufte sich dementsprechend gut.

Viele Käufer dieses zweiten Bandes kannten den ersten nicht und  fragten immer wieder beim Verlag nach, ob der erste Band nicht nochmal neu aufgelegt werden könnte.

 

In Absprache mit dem Verlagsleiter unternahm OOK eine Durchsicht und Aktualisierung seines alten Werkes und fügte ein paar neue, in der Zwischenzeit aufgetauchte Bilder hinzu. Der Verlag entwarf ein neues Cover, damit das Buch wie ein Zwilling des Bandes II aussah.

 

Modellbahner OOK

 

Parallel zum Schreiben all dieser erwähnten Bücher baute OOK stetig an seiner Braunlage-Andreasberger Eisenbahn, einer Anlage in der Spurweite/Baugröße 0m. Anfang der Neunziger hatte es die Version I der Anlage in einem 13qm Mietshauskeller gegeben, die Version II mit schon 35qm war im ehemaligen Billardraum einer stillgelegten Hafenkneipe aufgebaut und wurde zehn Jahre lang betrieben. Ein Wohnortwechsel machte den Abbruch nötig, es folgte die Version III in einem 70qm großen Keller. Seit 2011 wird diese Anlage von OOK und seinem BAE-Freundeskreis betrieben.

 

Ein Korb von VGB

Das war also damals schon eine Anlage mit einer zwanzigjährigen Geschichte. Es gab so viel Stoff, so viele Bilder, da wollte OOK gerne ein schönes Buch draus machen. Diesmal lehnte Thomas Hilge ab. „Ja, wenn es H0 wäre“, sagte er, „dann sofort und liebend gerne, aber 0m?“

Klar, 0m war und ist eine Baugröße, die man – nett gesagt – als esoterisch bezeichnen könnte, realistischer gesagt jedoch als völlig unpopulär.

OOK war enttäuscht, aber nicht hoffnungslos. Er wollte das BAE-Buch auf jeden Fall, und wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg.

 

Selbst ist der Mann

 

OOK schrieb das Buch so, als gäbe es einen Verleger, layoutete es druckfähig und suchte sich eine online-Druckerei, die sein Opus in bezahlbarer Kleinstauflage drucken würde. Das waren immerhin 270 Seiten A4 durchgehend  in Farbe, was könnte das kosten? Der Betrag, den die Druckerei für fünf Exemplare haben wollte, wird hier nicht genannt, aber er schlug OOK vom Hocker. Sooo wenig? Druckauftrag erteilt, eine Woche später hatte er sein BAE-Buch.

Was wollte OOK mit diesen fünf Exemplaren? Nun, es stand wieder eine Intermodellbau bevor, erneut traf er sich dort mit Thomas Hilge und einem Redakteur und überreichte jedem einen Band seines BAE-Buches. Groß war das Staunen, riesengroß und - das sei hier mal abgekürzt - am Ende der Sitzung stand fest, dass VGB das BAE-Buch herausbringen würde. "Aber nicht in A4", sagte Thomas Hilge, "das muss ein Prachtband im Großformat werden." Es wurde ein Prachtband im Großformat.

OOKs Lebenswerk im Großformat

 

So großformatig wie die Anlage selber, so eindrücklich groß wurde auch das BAE-Buch von VGB.

In dem Gestehungsprozess muss auch Thomas Hilge eine große Zuneigung zu dem Buch entwickelt  haben, denn er lobte für den 300 Seiten Riesenschinken einen Verkaufspreis von gerade mal 30€ aus. Unglaublich günstig.

Dieser Preis machte die Einstiegsschwelle auch für Modellbahner niedrig, die bis dahin von 0m noch nichts gehört hatten. Auch dieses Buch ist verlagsseitig mittlerweile abverkauft, Jaffa hat wohl noch einige wenige Exemplare.

 

OOK fühlt sich herausgefordert

 

OOK ist Sternzeichen Stier. Stiere kann man lange reizen, bis sie zustoßen, aber dann richtig. OOK liebt den Modellbahnbetrieb, und damit ist nicht der so genannte Fahrbetrieb gemeint, das ziellose Herumfahren von Zügen, sondern eine Emulation des Betriebes der richtigen Eisenbahn. Und ein wichtiger Teil dieses Modellbetriebes ist das Rangieren. Und da gab es in einem anderen Verlag ein Buch mit dem Titel "Richtig rangieren". Das beschaffte OOK sich, studierte es eine Weile und war unzufrieden. Da war zu viel Theorie drin, zu viel Allgemeinwissen, zu wenig Praxis.  Aber gerade davon hatte OOK reichlich. Auf all seinen Anlagen ist stets eifrig rangiert worden, und zwar nicht irgendwie, sondern als Teil des realistischen Modellbahnbetriebes.  Also machte er eine Anfrage bei Thomas Hilge, was er von einem Rangierbuch hielte.

Thomas Hilge hielt eine Menge von einem Rangierbuch, aber er kannte auch das genannte Richtig Rangieren von der Konkurrenz. Dennoch wurde man sich einig: OOK schreibt, VGB verlegt. Bingo.

OOK hatte schon einiges dazu geschrieben, das musste neu in Form gebracht und ergänzt werden. Im Lauf der Arbeit an dem Buch wurde immer klarer, dass es zweigeteilt werden musste: Rangieren beim Vorbild, Rangieren auf der Modellbahn. Es mussten einige neue Fotos gemacht werden, aber der eigene Fundus war schon recht groß. Vor allen Dingen aber mussten viele Grafiken erstellt werden, denn Rangiervorgänge sind durch Fotos gut, aber durch Grafiken noch besser erklärbar und nachvollziehbar.

Ein Titel musste gefunden werden, wobei der eigentliche Wunschtitel durch das Konkurrenzprodukt schon vergeben war. Man einigte sich auf Rangieren, aber richtig. Das war irgendwie eine Trotzreaktion, aber auch Programm.

Das Rangierbuch

 

Offenbar hatte Thomas Hilge am Großformat des BAE-Buches Gefallen gefunden, denn er legte von Anfang an das gleiche Format für das Rangierbuch fest. OOK hatte nichts dagegen. ;-)

Weniger mutig war der Verlag bei der Festlegung der Auflage. Das Buch war nämlich recht schnell, allzu schnell ausverkauft. Eine geplante zweite Auflage kam infolge des Eigentümerwechsels des Verlages nicht mehr zustande. So ist das Rangierbuch heute eines der stark nachgesuchten Bücher.

An diesem Eigentümerwechsel zerschellte auch das Projekt eines weiteren Modellbahnbuches, dass dann stattdessen bei edition jaffa erschien.

 

Verlagswechsel: Von VGB zu edition jaffa

 

Als OOK sein Buch über die Aufbrezelung eines NOCH Fertiggeländes Thomas Hilge andiente, sagte der am Telefon, er könne da nichts mehr zu sagen, die Herren aus München liefen schon im Hause herum. Ein Kontakt mit dem neuen Verlag ergab, dass man an "solchen" Büchern kein Interesse hatte.

Damit ging eine Ära wunderbarer kreativer Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlagsleiter unwiderbringlich zuende. OOK war relativ häufig in Fürstenfeldbruck, und die Minikonferenzen mit Thomas Hilge waren immer ergiebig und förderlich. Damit ist aber auch insgesamt eine Ära guter Eisenbahnbücher zuende gegangen. Sehr schade.

 

Das war aber nicht das Aus für das geplante Buch, denn inzwischen hatte OOK Jaffa kennengelernt und mit ihm zusammen das ADJ aus der Taufe gehoben.

Jaffa hatte früher schon einmal diverse (nichttechnische) Bücher verlegt und hatte Lust, seinem Mobashop mit Lasercut-Bausätzen einen kleinen Eisenbahn-/Modellbahn-Buchverlag anzugliedern.

Und das Buch Die Fensterbachtal-Bahn gefiel Jaffa, er hatte teilweise selber Fotos von der in Rede stehenden Anlage gemacht.

Aus dem Fertiggelände Rosenheim hatte OOK eine Anlage gezaubert, die nicht nur landschaftlich wesentlich realistischer war, sondern auch statt Kringelverkehr auf zwei Rundstrecken richtigen point-to-point-Betrieb ermöglichte. Im Buch wird jeder Schritt des Umbaus haarklein beschrieben und mit Fotos und Grafiken nachvollziehbar gemacht. Das Buch ist mittlerweile vergriffen und Jaffa plant derzeit keine Neuauflage.

 

Genau genommen war Die Fensterbachtal-Bahn gar nicht die erste OOK-Publikation von Jaffa. Kurz vorher hatte OOK noch eine vierzigseitige Broschüre zur promotion der Baugröße 0m zusammengestellt.

 

0m-Einsteiger-Leitfaden

 

Jaffa hatte bereits einige Lasercut-Bausätze von 0m-Fahrzeugen herausgebracht, und zu der Zeit stieg Michael Schnellenkamp in die 0m-Szene ein. Da war es sicher keine schlechte Idee, einem eventuellen Newcomer zu zeigen, wie groß 0m ist, was es in 0m alles schon gibt und welche Vorbilder man nachgestalten kann.

Von der Erstauflage sind noch Restexemplare vorhanden, ggf. wird es eine aktualisierte Neuauflage geben.

 

 

 

Zurück in den Harz

 

In Band II der Harzer Schmalspur-Spezialitäten hatte OOK ein dreißigseitiges Kapitel über eine ganz spezielle Schmalspurbahn eingefügt, die 750mm-spurige Grubenbahn der Deutschen Baryt Industrie in Bad Lauterberg.

Aber OOK hatte in jungen Jahren selber in Bad Lauterberg gewohnt, er kannte die Personale der Grubenbahn und hatte schon über die Jahrzehnte mehr Material gesammelt, als in die erwähnten 30 Seiten hinein passte. Also lag der Gedanke nahe, auch über diese kleine Bahn ein Buch zu machen.

Die Barytbahn

 

Dies ist eine Bahnmonographie der Sonderklasse, weil neben Forschungsergebnissen sehr viel eigenes Erleben in diesem Buch zum Ausdruck kommt.

Als Jaffa angefragt hatte, ob ein ganzes Buch über die kleine Bahn möglich wäre, sagte OOK begeistert ja und begab sich trotz des vielen Materials nochmal auf Forschungsreise. Und er fand einen Mitautor, Andreas Röder aus Göttingen, der auch viel Material über die Barytbahn gesammelt hatte, und zusammen erstellten sie eine einmalig komplette Monographie.

Wieder zeichnete OOKs Sohn (OK-KUNST) die Fahrzeuge der Bahn, und OOK steuerte Zeichnungen der Tagesanlagen bei. Dadurch ist ein Buch entstanden, das nicht nur Eisenbahnfreunden und Modellbahnern gefällt, sondern auch für Bergbaufans hoch interessant ist.

Leider überlebte Andreas Röder das Erscheinen des Buches nur kurze Zeit. Wenige Tage danach verstarb er bei der Arbeit bei der Waldbahn Eichenberg.

 

Lange keine Zeitschrift redigiert, wie?

OOK wird wieder Redakteur

 

Parallel zu der Arbeit an den letzten Buchtiteln redigierte OOK seit Mai 2021 das Anlagen Design Journal (ADJ). Hier die bis März 2025 erschienenen Ausgaben:

Das Blaue Buch 2.0

 

Da das Blaue Buch, das 2012 bei VGB erschien, schon lange vergriffen ist, stellten Jaffa und OOK sich wiederholt die Frage, ob man nicht in Eigenregie eine Neuauflage herausbringen wolle.

OOK hatte auch schon mit der Aktualisierung des alten Buches begonnen, als die Entscheidung fiel, keinen alten Wein in neuen Schläuchen auf den Markt zu bringen, sondern ein völlig neues Buch zu kreieren.

Und so ist es auch geschehen. Das neue Blaue Buch hat mit dem alten nur die generelle Thematik gemein: Anlagenplanung und Design mit dem Ziel, Anlagen zu entwerfen, die sich für die Durchführung realistischen Betriebs eignen. Sonst ist so ziemlich alles neu. Das Inhaltsverzeichnis steht in OOKs ADJ-Blog im Eintrag vom 12.2.25

Und jetzt die gute Nachricht: Das Buch befindet sich im Herstellungsprozess und wird am 10.5. in Aachen vorgestellt:


1 Gilt für Lieferungen in folgendes Land: Deutschland. Lieferzeiten für andere Länder und Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier: Liefer- und Zahlungsbedingungen
2 Auslaufware oder Einführungspreis